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Gegen die Zerstörung unserer Wälder durch Windturbinen

Waldschutz-Initiative

Der Naturschutz ist durch die Errichtung grosser Windparks in der Schweiz gefährdet. Im Namen des Klimaschutzes schreckt man nicht vor der Abholzung wichtiger Naturräume zurück, um dort riesige Windkraftanlagen zu errichten. Das Abholzen von Bäumen zum Schutz des Klimas ist ab- soluter Unsinn! Diese Initiative fordert, dass die Wälder vor der Errichtung von Windkraftanlagen geschützt werden.

In der Schweiz sind mehrere hundert Windparks und weit über 1000 Windkraftanlagen vorausgesehen. Viele von ihnen sollen mitten im Wald oder direkt am Waldrand errichtet werden. Für jede installierte Windkraftanlage müsste jedoch eine Fläche von einem Fussballfeld gerodet werden. Tausende Hektar Wald und Natur würden einfach dafür geopfert.

Der Wald ist nicht nur für die Biodiversität, sondern auch für den Menschen lebenswichtig. Es ist das gesamte Ökosystem, das durch den Bau von Windkraftanlagen in Wäldern bedroht wird. Windkraftanla- gen töten Vögel und Fledermäuse und führen zu einem Verlust an Lebensraum für die Tierwelt. Ausser- dem verdichten die Baumaschinen den wertvollen Waldboden unwiederbringlich.

Diese Initiative verbietet nicht die Errichtung von Windkraftanlagen in der Schweiz, sondern verlangt, dass diese deutlich ausserhalb von Wäldern und Waldweiden geplant und gebaut werden. Die Natur braucht Schutz und darf nicht im Namen des Klimas bedroht werden. Klimaschutz bedeutet auch, den Wald als natürliche Lunge zu schützen.

3 GRÜNDE, DIESE INITIATIVE ZU UNTERSCHREIBEN:

JA zum Schutz der Natur

Die Wälder sind durch die Errichtung von Windkraftanlagen bedroht. Für jede Windkraftanlage muss die Fläche eines Fußballfeldes gerodet werden. Eine intakte Natur ist für Pflanzen, Tiere und Menschen lebenswichtig.

JA zum Tierschutz

Vögel und Fledermäuse werden von Windrädern erfasst und sterben. Die Rodung zerstört den Lebensraum vieler Tiere und Insekten, welche für das natürliche Ökosystem unerlässlich sind.

JA zum Klimaschutz

Der effektivste Weg, das Klima zu schützen, besteht darin, Naturräume zu erhalten und nicht zu opfern.

Initiativtext

Gegen die Zerstörung unserer Wälder durch Windturbinen

Eidgenössische Volksinitiative «Gegen die Zerstörung unserer Wälder durch Windturbinen (Waldschutz-Initiative)»

Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:

Art. 77 Abs. 4
4 Im Wald und im Abstand von 150 Metern zu Wald und zu Waldweiden, deren Bestockung dichter als 30 Prozent ist, dürfen keine Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von 30 Metern oder mehr gebaut werden.

Art. 197 Ziff. 162

16. Übergangsbestimmung zu Art. 77 Abs. 4 (Windkraftanlagen)

Bauten und Anlagen oder Bodenveränderungen, welche nach dem 1. Mai 2024 erstellt werden und Artikel 77 Absatz 4 widersprechen, müssen innert 18 Monaten nach dessen Annahme durch Volk und Stände zulasten der Ersteller abgebrochen beziehungsweise rückgängig gemacht werden. Der ursprüngliche Zustand ist wiederherzustellen.
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1 SR 101

2 Die endgültige Ziffer dieser Übergangsbestimmung wird nach der Volksabstimmung von der Bundeskanzlei festgelegt.

Initiativkomitee

Das Initiativkomitee, bestehend aus nachstehenden Urheberinnen und Urhebern, ist berechtigt, diese Volksinitiative mit absoluter Mehrheit seiner noch stimmberechtigten Mitglieder zurückzuziehen:

  • Alfred R. Sulzer, Unternehmer und Denkmalschützer, Ehrenpräsident Domus Antiqua Helvetica, Malans
  • Fabienne Duelli, Kantonsrätin AR, parteilos, SP-Fraktion, Wald
    Gaudenz von Salis, Ehem. Schweizer Botschafter, Malans
  • Urs N. Glutz von Blotzheim, Weltbekannter Ornithologe und Naturschützer, Schwyz
  • Marc Kéry, Naturschutzbiologe, Dozent Universität Zürich, Basel
  • Andreas Sudler, Gemeindepräsident Bauma ZH, Bauma
  • Charlotte Blank, Gemeinderätin Hemishofen SH, namens des Gesamtgemeinderates, Hemishofen
  • Werner Stauffacher, Gemeinderat Merishausen SH, Merishausen
  • Hans Weiss, Ehem. Geschäftsleiter der Stiftung Landschaftsschutz, Bern
  • Bernhard Scholl, Grossrat FDP AG, Möhlin
  • Benoît Glasson, Grossrat FDP FR, Zimmermeister, Sorens
  • Jean-Claude Morisod, Rechtsanwalt und ehem. Präsident Freiburger Heimatschutz, Fribourg
  • Raphael Alder, Gemeinderat FDP Russikon ZH, Madetswil
  • Nicolas Fasel, Prof. erem. Biologie Universität Lausanne, Paudex
  • David Gerke, Kantonsrat SO Grüne, Biberist
  • Anton Merkle, Dr. med., Generalrat Düdingen, Die Mitte, Düdingen
  • Johann Widmer, Gemeinderat SVP Stadt Zürich, Zürich
  • Elias Vogt, Unternehmer, Umweltschützer und Präsident Freie Landschaft Schweiz, Grenchen
  • Michel Fior, Präsident Paysage Libre BEJUNE, Müntschemier
  • Antoinette de Weck, Grossrätin FDP FR, ehem. Geschäftsführerin Pro Natura FR, Fribourg
  • Martin Maletinsky, Präsident Freie Landschaft Zürich, Informatiker, Kilchberg
  • Marco Zimmermann, Vorstandsmitglied Freie Landschaft Thurgau, Braunau
  • Jean-Marc Blanc, Generalsekretär PL VD, Consultant, Bottens
  • Urs Waltenspül, Präsident Freie Landschaft Aargau & Luzern, Elektroingenieur HTL, Aarau
  • Siegfried Hettegger, Präsident Freie Landschaft Schwyz, Informatiker, Feusisberg

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